Ebooks on Demand

Die Begriffsfolge eBooks on Demand bzw. EoD bezeichnet einen Dokumentenlieferdienst, der zum EU-Projekt Digitisation-on-Demand gehört. Dieses Projekt, auch DoD genannt, beruht darauf, dass kostenpflichtige Dokumentenlieferdienste eine Bestellung von sehr alten Büchern auf digitalem Wege ermöglichen. Im Einzelnen sieht dies so aus, als dass urheberrechtsfreie Bücher, sprich Bücher aus den Jahren 1501 bis 1930, wo das Urheberrecht noch keine Anwendung fand, zum Kauf bereitgestellt werden.

eBooks treffen gebundene Bücher
 

Nun mag man sich natürlich fragen, wie man diese Bücher in Form eines modernen Datentransfers zur Verfügung stellen kann, immerhin gab es in der vorgenannten urheberrechtsfreien Zeitspanne noch keinen PC, kein Internet oder eBooks, geschweige denn überhaupt den Begriff “digital”.

Es gibt zwei E-Book-Typen, die aus dem alten Material erstellt werden, zum einen das Standard EOD E-Book und des Weiteren das Advanced EOD E-Book. Der Unterschied zwischen diesen beiden Buch Formaten ist gravierend.

Technische Raffinesse
 

Während beim Standard EOD das ausgewählte alte Buch auf spezialisierten Scannern eingescannt und die einzelnen digitalen Bilder entsprechend in eine Datei gepackt werden, welche letztendlich als PDF übersandt wird, wird beim Einscannen eines Advanced EOD E-Books zusätzlich durch einen entsprechenden spezialisierten Scanner der Text automatisch erkennbar. Dies bedeutet, dass der Nutzer letztendlich den Vorteil genießt, im Text nach gewissen Stellen zu suchen, diese zu kopieren und in entsprechenden Text- und Bildprogrammen weiter zu bearbeiten. Bei der Standard EOD ist dies nicht der Fall.

Es gibt insgesamt 13 Bibliotheken aus 8 verschiedenen europäischen Ländern, die sich diesem kostenlosen Ebook Service angeschlossen haben, allein in Deutschland finden sich 5 dieser Bibliotheken. Universitätsbibliotheken Greifswald und Regensburg sowie der SLUB Dresden, die Bayerische Staatsbibliothek sowie die Bibliothek Humboldt-Universität zu Berlin haben sich dem EU-Projekt angeschlossen und verkaufen daher E-Books on Demand.

Aufgrund der Tatsache, dass diese E-Books sozusagen “Abschriften” alter Buchwerke darstellen, die seinerzeit während einer Zeit erstellt wurden, in der es das Urheberrecht nicht gab, darf man Buchinhalte weiter bearbeiten und verwenden, ohne dass man mit Rechtsnachteilen aus Urheberrechten etc. rechnen muss.

Die entsprechenden eBooks können mit den gängigsten Lesegeräten erfasst und dargestellt werden, beispielsweise mit dem PC, einem Smartphone oder expliziten eBook-Lesegerät der modernen Zeit. Im Internet gibt es viele weitere Hinweise und Links zu den entsprechenden Bibliotheken, in denen man sich weiter informieren kann.