Elektronisches Papier

Elektronisches Papier, englisch abgekürzt E-Paper, ist im Umkehrschluss ein Papier, welches elektronisch erstellt und gelesen wird – dies bedeutet, dass man statt eines üblichen Blatts Papier ein kleines technisches Wunder in den Händen hält, welches sämtliche Buchinhalte in einer Datei speichert und auf dem Bildschirm wiedergibt. Man kann ein eBook auf diese Art und Weise lesen, ohne es auszudrucken und ohne einzelne Seiten umblättern zu müssen.

Funktionsweise des Elektronischen Papiers
 

Vergleichbar ist das elektronische Papier mit einem magnetischen Zeichenbrett für Kinder, denn das Prinzip funktioniert ähnlich. Der “Bildschirm” ist auf ähnliche Art und Weise nach dem Prinzip der Magnetophorese hergestellt worden.

Bislang ist das elektronische Papier noch nicht allzu bekannt, da es in Deutschland bisher nur wenige Anbieter gibt, die elektronisches Papier bereits zur Verfügung stellen oder aber dieses in naher Zukunft planen. Sony beispielsweise verkauft seit Ende 2008 den sogenannten Sony Reader in Europa als Nachfolger des bisher nur in Japan erhältlichen Modell LIBRIé. Motorola hat das elektronische Papier in ein Mobiltelefon namens Motofone F3 integriert, hier bekannt als EPD Display. Auf diese Art und Weise besitzt das Motofone F3 gravierende Vorteile gegenüber anderen Mobiltelefonen. Zum einen bleibt die Anzeige erhalten, auch wenn der Akku entfernt wird, und zum anderen leidet die Darstellung des Displays nicht unter direkter Sonneneinstrahlung, wie es bei anderweitigen Mobiltelefonen der Fall ist. Auch Amazon hat sich dem ePaper-Boom angeschlossen und triumphiert seit 2007 vom Kindle, ein E-Book-Lesegerät, welches entsprechendes Material von Amazon herunterladen und anzeigen kann. Hierzu ist Amazon auf einen Handynetzanbieter angewiesen, da das Herunterladen über das Mobilfunknetz erfolgt, Vodafone ist hier der entsprechende “Vertragspartner”. Es gibt noch weitere Hersteller, die sich mit dem E-Paper neue Einnahmequellen schaffen wollen, so beispielsweise Foxit, welches den Foxit Reader namens eSlick auf der CeBIT 2009 vorstellte.

eBooks angenehm lesen
 

Aber warum sollte man ein E-Book auf einem externen eBook Reader lesen, statt hierzu wie gewohnt den PC oder den Laptop zu nutzen? Was nützt also ein solches Lesegerät?

Die Technologie hinter diesen E-Book-Readern zeigt gravierende Vorteile gegenüber den üblichen Monitoren, beispielsweise LCD oder Röhrenmonitoren, wie beispielsweise die Lesbarkeit aus jeglicher Perspektive und trotz Sonneneinstrahlung. Bislang kann ein E-Book-Reader allerdings noch keine Farben lesen oder Videos bzw. Animationen darstellen.