Projekt Gutenberg
Wer heutzutage der Meinung ist, dass es die E-Books erst seit geraumer Zeit gibt, um genau zu sein, seit den 1990er Jahren, der irrt gewaltig. Seit 1971 steht das Projekt Gutenberg auf dem Programm, dies bedeutet, dass man bereits im Jahre 1971 die Möglichkeit erfand, elektronische Schriften, insbesondere die heutzutage mit eBooks betitelten “elektronischen Bücher” über das Internet veröffentlichen konnte. Auch wenn 1990 erst die erste wirkliche Website im World Wide Web erschienen ist, so gab es das Internet doch schon weit zuvor. Dieses wurde jedoch Institutionen und Behörden vorbehalten, sodass eine Privatperson erst mit der Bereitstellung des World Wide Web die Möglichkeit erhielt, Informationen im Internet zu veröffentlichen bzw. zu ergattern. Das Gutenberg Projekt stellt eine Bibliothek physischer Bücher dar, die in elektronische Texte umgewandelt und frei zugänglich der gesamten Welt zur Verfügung gestellt werden. Nun könnte man in Deutschland davon ausgehen, dass dies eine Verletzung des Urheberrechts darstellt, da man in der Regel keine Bücher abschreiben, einscannen oder sonst wie nutzen darf, um sie später dann als “eigene” Werke herauszugeben. Hierzu ist jedoch zu bemerken, dass es sich bei den veröffentlichten Werken im Projekt Gutenberg um Gemeimgut (Public Domain) handelt und diese entweder mit keinem Copyright belegt waren oder dieses mittlerweile keine Gültigkeit mehr besitzt. Selbstverständlich gibt es auch Veröffentlichungen, die dem Urheberrecht unterliegen – hier wurde jedoch das ausdrückliche Einverständnis des jeweiligen Autors eingeholt. Die Werke aus dem Gutenberg Projekt sind frei verfügbar, dies bedeutet, dass jedermann sich diese Bücher zumeist kostenlos herunterladen kann. Sollte man diese Werke weiter nutzen, sind die jeweiligen Urheberrechte des jeweiligen Landes zu berücksichtigen sowie die Voraussetzung vom Projekt Gutenberg, dass der jeweilige Text nicht geändert wird und die Einleitung des Projekts Gutenberg enthält. Ansonsten kann man die Texte jedoch verwenden, wie man möchte, werden Änderungen vorgenommen, ist dies mit dem Autor zu klären (sofern Copyright besteht) und die Texte dürfen nicht mehr als Werke des Projekts Gutenberg betitelt werden. Mittlerweile gibt es auch akustische Bücher, sprich Hörbücher, die zum Projekt Gutenberg gehören, hier gilt selbstverständlich das gleiche wie für die Texte dieses Projekts. Benannt wurde dieses Projekt von Michael Hart nach Johannes Gutenberg, einem deutschen Drucker, der bereits im 15. Jahrhundert eine gravierende Rolle im Buchdruck spielte.Urheberrechtsfreie eBooks
Kostenlose Hörbücher
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